148 Fragen aus allen Produktbereichen
Der Hauptunterschied liegt in der Sicherheit und Belastbarkeit. ESG klarhell wird thermisch vorgespannt, wodurch es eine bis zu 5-mal höhere Schlag- und Biegefestigkeit als normales Floatglas besitzt. Ein entscheidendes Sicherheitsmerkmal ist das Bruchverhalten: Während normales Glas in scharfe Dolche zerspringt, zerfällt ESG in kleine, stumpfe Glaskrümel, was das Verletzungsrisiko massiv reduziert.
Ja, der Grünstich lässt sich durch die Wahl des richtigen Basismaterials umgehen. Wenn Sie eine absolut farbneutrale Optik ohne grüne Eigenfarbe wünschen, sollten Sie sich für ESG Weißglas entscheiden. Bei diesem Spezialglas wird der Eisenoxidanteil bei der Schmelze reduziert.
Glas hat ein hohes Eigengewicht: Ein Quadratmeter ESG Glas wiegt pro Millimeter Stärke ca. 2,5 kg. Eine 8 mm starke Duschwand wiegt somit bereits 20 kg pro m². Stellen Sie sicher, dass Ihre Beschläge und Wandstrukturen für dieses Gewicht ausgelegt sind.
Nein, trotz seiner hohen Temperaturwechselbeständigkeit von 200 K ist ESG Glas kein Brandschutzglas. Während es die Strahlungshitze eines Elektroherdes verträgt, darf es nicht in direktem Kontakt mit einer offenen Gasflamme stehen.
ESG Satiniert ist ein thermisch vorgespanntes Einscheibensicherheitsglas mit vollflächig säuregeätzter oder sandgestrahlter Oberfläche – dauerhaft in das Glas eingearbeitet, kein Folienauftrag. Es ist 3–5× biegesteifer als Floatglas und zerfällt im Bruchfall in stumpfe Krümel nach DIN EN 12150-1.
Nein. Nach dem Vorspannen ist kein Schneiden, Bohren oder Schleifen mehr möglich. Alle Maße, Bohrungen und Kantenschliffe müssen vor der Fertigung verbindlich festgelegt werden.
ESG-H (Heißlagerungstest nach DIN EN 14197) wird bei 290–300 °C mehrere Stunden gelagert. Scheiben mit Nickelsulfideinschlüssen zerbrechen dabei kontrolliert – das Restrisiko für Spontanbruch wird deutlich reduziert. Empfohlen für überkopf verbaute oder schwer zugängliche Scheiben.
pH-neutraler Glasreiniger mit Baumwolltuch, im Nassbereich nach Nutzung abziehen (idealerweise destilliertes Wasser). Keine Scheuermittel oder aggressive Säuren – diese beschädigen die Satinierung dauerhaft.
Normales Floatglas enthält Eisenoxid, das einen leichten Grünstich verursacht. Beim Lackieren interferiert dieser mit der Farbe: Ein reines Weiß wirkt auf Standard-Floatglas gräulich. Weißglas (Optiwhite) reduziert den Eisenoxidanteil auf unter 200 ppm – die Lackfarbe erscheint exakt so, wie sie bestellt wurde.
ESG Weißglas Lackiert ist in allen RAL Classic- und RAL Design-Farben sowie der gesamten Lacobel-Palette erhältlich. Sonderfarben nach NCS oder Farbmuster sind möglich. Oberfläche in Hochglanz oder Mattlack. Verfügbare Dicken: 4, 5, 6, 8, 10, 12 mm – millimetergenau nach Maß.
Nickelsulfid-Einschlüsse im ESG können sich ausdehnen und einen Spontanbruch verursachen. Beim Heat-Soak-Test (DIN EN 14179) wird das fertige ESG auf ca. 290 °C erhitzt – gefährdete Gläser brechen kontrolliert im Ofen. Gläser, die bestehen, werden als ESG-H bezeichnet.
ESG ist einfaches thermisch vorgespanntes Glas – es zerfällt im Bruchfall in kleine Krümel. VSG besteht aus mindestens zwei Scheiben, die durch eine PVB-Folie dauerhaft verbunden sind. Der entscheidende Unterschied: VSG bleibt nach dem Bruch durch die Folie zusammen (Resttragfähigkeit) und ist daher bauordnungsrechtlich für Überkopfverglasungen und Geländer vorgeschrieben.
Nach DIN 18008 und Bauordnungsrecht müssen Verglasungen über Personen im Bruchfall resttragfähig sein – das Glas darf nicht herabfallen. VSG gewährleistet genau dies, weil die Scherben an der PVB-Folie haften bleiben. ESG oder Floatglas erfüllen diese Anforderung nicht und sind daher für Überkopf-Einbauorte nicht zugelassen.
Bei Bruch haften alle Scherben und Splitter dauerhaft an der PVB-Zwischenfolie. Das Glas bleibt in der Rahmung, stürzt nicht herab und bietet noch Minuten bis Stunden Resttragfähigkeit. Dadurch wird das Verletzungsrisiko durch herabfallendes Glas nahezu vollständig eliminiert.
Standard (0,38 mm PVB): Wandverglasungen, Trennwände ohne erhöhte Anforderungen. Doppelt (0,76 mm PVB): Glasgeländer, Überkopfverglasung, erhöhter Einbruchschutz. Vier- oder mehrlagig (1,52 mm+): Hochsicherheitsverglasungen, Widerstandsklassen RC3+, Beschussschutz.
Ja. Die viskoelastischen Eigenschaften der PVB-Folie absorbieren Schallenergie und reduzieren die Schalldurchlässigkeit deutlich besser als ein Einfachglas gleicher Dicke. Mit Akustik-PVB-Folie sind Schalldämm-Maße Rw bis zu 52 dB erreichbar.
VSG Satiniert besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch eine matte PVB-Folie verbunden sind. ESG Satiniert ist eine einzige Scheibe mit geätzter Oberfläche. Der entscheidende Unterschied: VSG ist resttragfähig – bei Bruch haften Splitter an der Folie, das Glas fällt nicht herab. Für Überkopfverglasungen und Geländer ist VSG gesetzlich vorgeschrieben.
VSG Satiniert ist blickdicht bei frontaler Betrachtung, lässt aber diffuses Tageslicht durch. Die Lichtdurchlässigkeit liegt je nach Glasdicke und Folientyp bei 40–70 %. Für Räume mit gewünschtem Sichtschutz und Tageslichtdurchlass ist VSG Satiniert die optimale Lösung.
Ja. VSG Satiniert ist feuchtigkeitsbeständig und ideal für Duschwände und Badgestaltung. Polierte Kanten empfohlen, damit kein Wasser ins Laminat eindringt. Regelmäßiges Abziehen verhindert Kalkablagerungen auf der matten Oberfläche.
VSG ist nach DIN 18008 vorgeschrieben für: Überkopfverglasungen (Terrassenüberdachungen, Vordächer), begehbare Verglasungen (Glasböden) und absturzsichernde Verglasungen (Geländer, Brüstungen). In allen anderen Bereichen bietet VSG Satiniert freiwillig deutlich mehr Sicherheit als ESG.
VSG Optiwhite Lackiert ist ein Verbundsicherheitsglas aus zwei eisenarmem Optiwhite-Scheiben, die durch eine PVB-Folie dauerhaft verbunden sind. Die Rückseite ist mit einer UV-stabilen Farblackierung veredelt. Ideal für Küchenrückwände, Glasmöbel, Schiebetüren, Wandverkleidungen und Badbereiche.
ESG Lackiert besteht aus einer einzigen vorgespannten Glasscheibe – bei Bruch zerfällt sie in kleine Krümel. VSG Lackiert besteht aus zwei Scheiben mit PVB-Folie: Bruchstücke haften an der Folie, das Glas bleibt geschlossen (Resttragfähigkeit). Für Überkopfmontagen und sicherheitsrelevante Bereiche ist VSG die richtige Wahl.
Ja. Das Glas ist feuchtebeständig und ideal für Küchenrückwände und Badgestaltung. Die Lackierung ist durch die zweite Glasscheibe vollständig versiegelt – kein Abblättern, keine Feuchtigkeitsschäden. Nicht dauerhaft in Wasser tauchen.
VSG Farbig ist ein Verbundsicherheitsglas mit einer farbigen, transparenten PVB-Folie zwischen zwei Glasscheiben. Das Glas bleibt durchsichtig – die Folie verleiht eine Farbtönung. Die Folie ist kratzfest, UV-stabil und übernimmt gleichzeitig die Sicherheitsfunktion: Bei Bruch haften alle Splitter an der Folie.
9 Farben: Schwarz, Orange, Himmelblau, Brilliant-Blau, Blau, Gelb, Hellgrün, Opak diamond white und Opak shining white. Alle Standardfarben sind transparent getönt. Die Opak-Varianten reduzieren die Durchsicht stark.
Helle Farben (Gelb, Hellgrün, diamond white) lassen 70–90 % Licht durch und wirken dezent. Dunkle Farben (Schwarz, Brilliant-Blau) reduzieren auf 40–60 % und wirken markanter. 1,52 mm Folie ergibt immer sattere Farbe als 0,76 mm.
Ja. VSG ist nach DIN 18008 für Überkopfverglasungen vorgeschrieben – VSG Farbig erfüllt diese Anforderung. Bei Bruch haften alle Splitter an der PVB-Folie. Für Überkopf-Einbauorte empfehlen wir 1,52 mm Folie und Rücksprache mit einem Statiker.
Floatglas entsteht durch das sogenannte Float-Verfahren: Die Glasschmelze (aus Quarzsand, Kalk und Soda) fließt kontrolliert auf ein Zinnbad und erstarrt zu einem planen, gleichmäßig dicken Glasband. Das Ergebnis sind feuerpolierte, parallele Oberflächen ohne Verzerrungen – keine Blasen, keine Schlieren. Floatglas ist das meistverwendete Glas der Welt und Ausgangsmaterial für nahezu alle veredelten Glasprodukte (ESG, VSG, Isolierglas).
Der Grünstich entsteht durch den natürlichen Eisenoxidgehalt im Rohmaterial. Bei standardem Floatglas liegt dieser bei ca. 0,1 % – das reicht aus, um besonders bei dicken Scheiben einen deutlich grünen Farbton zu erzeugen. Wer eine absolut farbneutrale, klare Optik benötigt, wählt Optiwhite (Weißglas): Bei diesem wird der Eisenoxidanteil auf unter 0,01 % reduziert – kein Grünstich, reinere Farbwiedergabe.
Ja – das ist einer der wesentlichen Vorteile gegenüber ESG. Floatglas kann auch nach dem Kauf noch zugeschnitten, gebohrt und geschliffen werden. Wichtig: Nach dem Bohren oder Schneiden ist Floatglas an den Bearbeitungsstellen bruchgefährdet – für belastete Anwendungen besser ESG oder TVG wählen.
ESG ist immer dann die richtige Wahl, wenn: Bohrungen, Ausschnitte oder Kantenbelastungen geplant sind; Sicherheitsanforderungen bestehen (Dusche, Geländer, Türen, Kinderzimmer); erhöhte Temperaturen auftreten (Kamin, Herd); oder das Glas ohne Rahmenschutz frei steht. Floatglas ist ideal für Anwendungen in Rahmenkonstruktionen und für Weiterverarbeitung zu Spiegeln oder Tischplatten.
Floatglas Satiniert ist das nicht vorgespannte Basisglas mit matter, geätzter Oberfläche – es kann noch zugeschnitten und gebohrt werden. ESG Satiniert ist thermisch vorgespannt: 5× stärker, zerfällt bei Bruch in stumpfe Krümel statt scharfe Splitter. Für Duschen, Türen, Geländer und Überkopfverglasungen ist ESG Satiniert oder VSG Satiniert gesetzlich vorgeschrieben.
Nein – Float Satiniert ist kein Sicherheitsglas. Für Duschkabinen ist nach DIN 18008 ausschließlich ESG Satiniert (mindestens 8 mm) oder VSG Satiniert vorgeschrieben. Bei Bruch würde Float Satiniert in scharfe Splitter zerfallen.
Säuregeätzt (Satinato): feine, gleichmäßige Mattoberfläche mit weichem Schimmer – robuster gegen Fingerabdrücke und Kalk. Sandgestrahlt: gröbere, körnige Textur, stärker lichtstreuend – empfindlicher. Für Innenräume mit häufigem Handkontakt empfehlen wir säuregeätzte Oberflächen.
Ornamentglas (DIN EN 572-5) wird im Walzverfahren hergestellt: Die Glasschmelze wird durch gemusterte Walzen gepresst, die das Reliefmuster einprägen. Eine Seite ist strukturiert, die andere glatt. Das Ergebnis ist ein Glas, das Licht diffus streut und gleichzeitig Sichtschutz bietet – anders als klares Floatglas, das vollständig durchsichtig ist.
Chinchilla bietet den stärksten Sichtschutz durch sein unregelmäßiges, tief strukturiertes Körnchenrelief. Mastercarré und Masterligne liegen im mittleren Bereich. Silvit hat das feinste Muster – fast transparent mit leichter Diffusion. Faustregel: Je tiefer und unregelmäßiger das Relief, desto mehr Sichtschutz.
Empfehlung: Musterseite nach innen (geschützter Bereich). Im Außeneinsatz sammelt das Relief Schmutz und Kalk. Bei Fenstern zeigt die glatte Seite nach außen, die Musterseite nach innen. Bei Türen: Musterseite zur privaten Seite.
Drahtglas (DIN EN 572-6) ist ein Walzglas mit eingebettetem, geschweißtem Stahldrahtgitter, das unlösbar in die Glasschmelze eingerollt wird. Bei Bruch hält das Gitter die Scherben zusammen und verhindert das vollständige Herausfallen. Anders als ESG ist Drahtglas jedoch kein Sicherheitsglas – scharfe Bruchkanten bleiben erhalten.
Teilweise – hier herrscht oft Verwirrung. Nach der älteren deutschen Norm DIN 4102 lässt sich Drahtglas den Klassen G30 oder G60 zuordnen, da das Gitter den Flammendurchtritt durch die zerbrochene Scheibe verzögert. Nach der aktuellen, europaweit harmonisierten EN 13501-2 erreicht klassisches Drahtglas jedoch keine moderne EW- oder EI-Klassifizierung mehr. Für zertifizierten Brandschutz nach heutigem Stand sind spezielle Brandschutzgläser (EW, EI) erforderlich.
Ja – an freiliegenden Schnittkanten dringt Feuchtigkeit per Kapillarwirkung entlang des Drahtes ins Glas ein. Der Stahldraht rostet und braune Flecken breiten sich aus. Vorbeugung: Kanten sofort nach dem Zuschnitt vollständig versiegeln (neutrales Silikon). Der Einbaurahmen muss Wasserablauf gewährleisten.
Sicherheitsglas muss nach DIN EN 12600 einen Pendelschlagtest bestehen und im Bruchfall ein ungefährliches Bruchbild zeigen. Drahtglas besteht diesen Test nicht: Bei ausreichender Stoßkraft bricht das Glas in scharfe Stücke mit scharfen Kanten. ESG zerfällt in stumpfe Krümel, VSG hält mit der PVB-Folie zusammen – beide sind normativ als Sicherheitsglas anerkannt.
2-Fach Isolierglas mit Drahtglas kombiniert eine Drahtglas-Außenscheibe mit einer gasgefüllten Isolierglaseinheit – die Splitterbindung des Drahtgitters trifft auf den Wärmeschutz einer klassischen Isolierverglasung. Typische Einsatzbereiche sind Industrie- und Lagerhallenfenster, Dachverglasungen und Kellerfenster, bei denen sowohl Wärmedämmung als auch ein widerstandsfähiges, splitterbindendes Erscheinungsbild gefragt sind.
Im Konfigurator ist die Innenscheibe wahlweise als Floatglas, ESG (Einscheibensicherheitsglas) oder VSG (Verbundsicherheitsglas) bestellbar. Für Anwendungen mit Sicherheitsanforderung empfiehlt sich ESG oder VSG als Innenscheibe, da die Drahtglas-Außenscheibe selbst kein zertifiziertes Sicherheitsglas ist.
3-Fach Isolierglas mit Drahtglas lohnt sich, wenn ein möglichst niedriger Ug-Wert im Vordergrund steht – etwa bei hochgedämmten Lagerhallen, Passivhaus-nahen Fassaden oder Nordfassaden mit hohem Wärmeverlustrisiko. Der zusätzliche zweite Scheibenzwischenraum verbessert den Wärmeschutz spürbar gegenüber der 2-Fach-Ausführung, bei entsprechend höherem Gewicht und Preis.
3-Fach Isolierglas mit Drahtglas startet bei 265,00 € gegenüber 155,00 € für die 2-Fach-Ausführung (jeweils Richtpreise im Basismaß, inkl. MwSt., zzgl. Versand). Der Aufpreis ergibt sich aus der zusätzlichen Glasscheibe, dem zweiten Scheibenzwischenraum und der aufwendigeren Fertigung, steht aber einem spürbar besseren Wärmeschutz gegenüber.
2-fach Isolierglas besteht aus zwei Glasscheiben mit einem hermetisch versiegelten Scheibenzwischenraum (SZR), gefüllt mit Argon (ca. 34 % geringere Wärmeleitfähigkeit als Luft). Die Low-E-Beschichtung aus hauchdünnem Silber auf Fläche 2 reflektiert Wärmestrahlung zurück in den Raum. Ergebnis: Ug = 1,0 W/m²K – ca. 83 % weniger Wärmeverlust gegenüber Einfachverglasung (5,8 W/m²K).
2-fach: Ug ca. 1,0 W/m²K, 24 mm, Lichttransmission ca. 80 %, g-Wert ca. 0,60. 3-fach: Ug ca. 0,5–0,7 W/m²K, 36–44 mm, Lichttransmission ca. 70 %, g-Wert ca. 0,50. 3-fach lohnt sich für Passivhäuser, Kälteregionen und Nordfassaden. Für Bestandssanierung und normale Neubauten ist 2-fach die wirtschaftlichere Wahl.
Low-E (Low Emissivity) ist eine hauchdünne Silberschicht auf Fläche 2, die Wärmestrahlung reflektiert aber Sonnenlicht durchlässt. Lichttransmission: ca. 80 % (kaum reduziert gegenüber klarem Glas mit 90 %). g-Wert ca. 0,60. Die Beschichtung ist innen eingeschlossen und wartungsfrei.
Typische Lebensdauer: 20–30 Jahre. Erstes Zeichen für Ausfall: Kondensatnebel zwischen den Scheiben (Randverbund versagt, Argon entweicht). Weiteres Zeichen: Zugerscheinungen trotz geschlossenem Fenster. Oft ist nur die Glaseinheit zu tauschen – der Rahmen bleibt.
Für Neubauten nach GEG-Neubaustandard (KfW 55/40) und Passivhäuser: ja, klar. Der Ug-Wert von 0,6 W/m²K gegenüber 1,0 W/m²K beim 2-fach spart bei einer typischen 120-m²-Wohnung ca. 10–15 % Heizenergie an Fensterflächen. Amortisationszeit je nach Energiepreis: 8–15 Jahre.
3-fach Isolierglas (4/14/4/14/4) wiegt ca. 30 kg/m² – etwa 50 % mehr als 2-fach (ca. 20 kg/m²). Eine übliche 1,0 × 1,2 m Fensterscheibe wiegt damit ca. 36 kg. Das erfordert: stabile Fensterflügel mit verstärkten Beschlägen (Mehrlastbeschläge), ausreichend dimensionierte Rahmendübel, professionellen Einbau mit geeignetem Hebewerkzeug.
Nur bedingt. Der Standardaufbau 4/14/4/14/4 liefert Rw ≈ 33–36 dB – nur leicht besser als 2-fach (31–33 dB). Drei gleich dicke Scheiben mit gleichen Resonanzfrequenzen können sich gegenseitig verstärken. Für maximalen Schallschutz ist ein asymmetrischer 2-fach-Aufbau mit einer VSG-Scheibe oft wirksamer als symmetrisches 3-fach.
3-fach Isolierglas wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert: Einzelmaßnahme Fenster/Außentüren (BEG EM): 15 % Zuschuss auf förderfähige Kosten (mit Antragstellung vor Beauftragung über BAFA). Zusätzlich 5 % bei Kombination mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP). Aktuellen Stand immer direkt bei BAFA oder KfW prüfen.
Für Wohnräume an einer Hauptverkehrsstraße (> 10.000 Fahrzeuge/Tag, Außenpegel 65–70 dB(A)) empfiehlt DIN 4109 mindestens SSK 3 (Rw ≥ 35 dB). In der Praxis ist SSK 4 (Rw ≥ 40 dB) deutlich angenehmer: Der Innenpegel sinkt auf ≤ 30 dB(A). Für Bahnlinien oder Stadtautobahnen empfehlen wir SSK 5 (Rw ≥ 45 dB).
Gleich dicke Glasscheiben haben die gleiche Eigenfrequenz (Koinzidenzfrequenz). An diesem Punkt überträgt die Scheibe Schall nahezu ungedämpft. Asymmetrische Aufbauten (z. B. 6 mm außen, 4 mm innen) verschieben die Koinzidenzfrequenzen beider Scheiben auseinander – kein gemeinsamer Einbruch, bessere Dämmung über das gesamte Frequenzspektrum.
Das Glas ist nur so gut wie der Rahmen. Die Gesamtdämmung eines Fensters liegt immer unter dem Rw-Wert des Glases – Rahmen und Falzanschlag bilden Schallbrücken. Faustregel: Bei einem Glas mit Rw 42 dB verliert das fertige Fenster typischerweise 5–8 dB. Undichte Fensteranschlüsse können die Schallbrücke durch die Wand verdoppeln.
In vielen Fällen ja. Wenn der Fensterrahmen in gutem Zustand ist und ausreichend Falztiefe hat (≥ 28 mm für 2-fach, ≥ 40 mm für 3-fach), kann nur die Glaseinheit getauscht werden. Ein kompletter Fenstertausch lohnt sich, wenn der Rahmen undicht ist oder keine ausreichende Falztiefe bietet.
Die Lichttransmission τv gibt an, wie viel sichtbares Licht (380–780 nm) durch das Glas fällt – beeinflusst die Helligkeit im Raum. Der g-Wert misst den gesamten Energieeintrag: direkt durchgelassene Sonnenstrahlung plus sekundär vom Glas abgegebene Wärme. Der Selektivitätswert S = τv ÷ g zeigt das Verhältnis: Werte über 1,5 gelten als hochselektiv – viel Licht, wenig Wärme.
Teilweise. Sonnenschutzglas mit g-Wert 0,20 hält 80 % der Sonnenenergie ab – vergleichbar mit einem mittelmäßigen Innenraffstore. Ein außenliegender Raffstore (g 0,10–0,15) ist thermisch besser. Der Vorteil von Sonnenschutzglas: keine Wartung, kein Windproblem, kein Bedienaufwand. Innenliegende Jalousien sind nahezu wirkungslos, da die Strahlung bereits ins Glas eingetreten ist.
Süd- oder Westausrichtung: g-Wert 0,25–0,35 mit Belüftungsmöglichkeit (Lüftungsklappen im Dach). Nordausrichtung: g-Wert 0,40–0,50 für solare Gewinne im Winter. Dachelemente benötigen immer niedrigere g-Werte als Seitenelemente. Für beheizbare Wintergärten gilt das GEG: Uw ≤ 1,3 W/m²K für Seitenteile, Uw ≤ 2,0 W/m²K für Dachelemente.
Die zuverlässigste bohrenlose Methode ist Spiegelkleber (lösungsmittelfrei, silberverträglich). Herkömmlicher Acryl-Silikon oder PU-Schaum greift die Silberschicht an. Auftragen in Strängen auf die Rückseite, Aushärtezeit 12–24 h, Mindesttemperatur +5 °C. Alternativ: Edelstahlklemmen oder verdeckte U-Profile – jederzeit demontierbar. Für Spiegel über 10 kg/m² auf tragfähigen Untergrund prüfen.
Das ist Silberpest (Silberkorrosion). Feuchtigkeit dringt über ungeschützte Schnittkanten ein und oxidiert die Silberschicht – beginnt immer am Rand, nicht reversibel. Ursachen: fehlende Kantenversiegelung, Kleber mit Lösungsmitteln, Rückseite benetzt. Vorbeugung: Kanten sofort nach Zuschnitt versiegeln, nur lösungsmittelfreien Spiegelkleber verwenden.
Ab 1 m² mindestens 5 mm, ab 1,5 m² oder langer Seite über 1,5 m unbedingt 6 mm. Dünneres Glas (4 mm) biegt sich bei großen Formaten durch und erzeugt Verzerrungen. 6 mm = 15 kg/m² – ein 120 × 80 cm Spiegel wiegt ca. 14,4 kg. Befestigung entsprechend dimensionieren.
Ein Kristallspiegel besteht aus einer einzelnen Glasscheibe – bricht er, entstehen scharfe Splitter. Ein VSG-Spiegel verbindet zwei Glasscheiben durch eine PVB-Folie. Bei Bruch haften die Scherben an der Folie: keine freien Splitter, kein Herausfallen von Fragmenten. VSG-Spiegel sind nach DIN EN 14449 normiert und erfüllen Sicherheitsklasse 1B1 nach DIN EN 12600.
In Deutschland gibt es keine bundeseinheitliche Norm, die VSG-Spiegel in Fitnessstudios explizit vorschreibt. Die Unfallverhütungsvorschriften (DGUV) und Betriebssicherheitsverordnung verlangen jedoch bruchsichere Verglasung in Bereichen mit erhöhtem Verletzungsrisiko. Viele Versicherungen und Betreiberhaftpflichten setzen VSG oder ESG voraus.
Ja. Beim VSG-Spiegel befindet sich die Silberbeschichtung auf Fläche 3 (Innenseite der hinteren Scheibe) – sie ist durch die PVB-Folie und die vordere Glasscheibe vollständig von der Umgebung abgeschirmt. Mechanische Beschädigungen der Silberschicht durch Reinigung oder Berührung sind ausgeschlossen. Die Außenkanten bleiben der einzige Angriffspunkt für Korrosion.
Der Einwegeffekt beruht auf dem Helligkeitsunterschied zwischen beiden Räumen. Das Glas lässt nur 8 % des Lichts passieren und reflektiert 57 % auf beiden Seiten. Im hellen Raum überwiegt das reflektierte Licht – man sieht sein eigenes Spiegelbild. Im dunklen Beobachtungsraum sind die 8 % durchgelassenes Licht sichtbar. Nötig ist mindestens ein Helligkeitsverhältnis von 10:1.
Spiegelfolie ist selbstklebende Kunststofffolie – kurzlebig (3–5 Jahre), anfällig für Blasenbildung. Mirropane Chrome Spy ist werkseitig beschichtetes Sicherheitsglas mit dauerhafter Chromsputtering-Beschichtung, präzisen optischen Werten (τv = 8 %, Reflexion 57 %) und als ESG oder VSG lieferbar. Für professionelle Anwendungen obligatorisch.
Die beschichtete Seite zeigt zum dunklen Beobachtungsraum. Die unbeschichtete, klare Seite zeigt in den hellen Raum der beobachteten Personen. Erkennbar mit dem Fingernägel-Test: Spalt zwischen Nagel und Spiegelbild = unbeschichtete Vorderseite. Kein Spalt = beschichtete Innenseite.
Die Antik-Patina ist künstlich erzeugt, aber dauerhaft stabil. In der Produktion wird die frisch aufgetragene Silberbeschichtung gezielt partiell oxidiert durch kontrollierte chemische Behandlung. Der Vorteil: Die Patina ist sofort sichtbar, gleichmäßig verteilt und dauerhaft stabilisiert – sie vertieft sich nicht weiter und kann durch normale Reinigung nicht entfernt werden.
Ja, mit Vorsichtsmaßnahmen: Kanten nach Zuschnitt versiegeln, Spiegel mit 3–5 mm Wandabstand montieren, Hinterlüftung sicherstellen. Die Antik-Patina ist bereits oxidiert und reagiert kaum weiter auf Luftfeuchtigkeit. Kritisch bleiben die Schnittkanten – dort fehlt der Schutzlack.
Silber (helle Patina): Allrounder für Neoklassik, Landhaus, Art Déco. Graphit (dunkelgrau): Industrial Design, Dark Interior, Lofts. Bronze (warm-amber): Boho, Rustikal, Mediterran, Räume mit Holz oder Terrakotta. Tipp: Spiegel im Gegenlicht gegen die dominante Wandfarbe halten – so zeigt sich die Variante am realistischsten.
Ein Farbspiegel (getönter Spiegel) verwendet eine in der Glasschmelze dauerhaft getönte Floatglasscheibe als Basis. Die Tönung kann nicht abblättern oder verblassen. Das Spiegelbild erscheint leicht abgedunkelt und farblich gestimmt – kühl-rauchig (Grau) oder warm (Braun). Ein normaler Kristallspiegel hat klares Floatglas mit maximal ≥ 88 % Reflexionsgrad ohne Farbcharakter.
Nein – die Tönung ist fest in der Glasschmelze eingebunden (Massetönung), kein Farbauftrag. Sie kann nicht abblättern, ausbleichen oder sich durch UV-Licht verändern. Dauerhaft stabil solange die Silberbeschichtung auf der Rückseite intakt bleibt.
Das Bruchmuster entsteht durch gezieltes, kontrolliertes Zerspringen einer ESG-Scheibe unter kontrollierten Bedingungen. Die entstandenen Bruchstücke werden zwischen zwei Folien gelegt und beidseitig mit Floatglas-Deckscheiben laminiert – die Splitter bleiben so dauerhaft fixiert. Da keine zwei ESG-Scheiben identisch brechen, ist jede Crashglas-Tafel ein echtes Unikat.
Crashglas ist als laminiertes Verbundglas grundsätzlich sicher im Handling: Die Zwischenfolien halten alle Splitter der gebrochenen Mittelscheibe fest, es können keine losen Scherben herausfallen. Es handelt sich jedoch um ein dekoratives Designglas, das nicht als bauaufsichtlich zertifiziertes Sicherheitsglas für Absturzsicherungen oder tragende Anwendungen freigegeben ist – dafür sind ESG oder VSG nach DIN 18008 zu verwenden.
Getöntes Crashglas ist in Grau, Bronze und Grün als Körpertönung erhältlich. Die Farbe ist direkt in der Glasschmelze der Deckscheiben eingebracht und durchdringt das Glas gleichmäßig – sie kann nicht abblättern oder verblassen. In Kombination mit dem Bruchmuster wirkt jede Farbe durch die Lichtstreuung an den Bruchstellen zusätzlich lebendig.
Bei getöntem Crashglas ist die Farbe in der Glasmasse der Deckscheiben selbst enthalten (Körpertönung) – sie wirkt gleichmäßig über die gesamte Fläche und Dicke. Bei Crashglas mit farbiger Folie sitzt die Farbe ausschließlich in der dünnen Zwischenfolie zwischen den Glasscheiben – die Farbwirkung ist dadurch oft intensiver und in mehr Farbtönen verfügbar (z. B. Orange, Blau, Gelb).
Crashglas mit durchsichtiger Farbfolie ist in Orange, Blau, Gelb und Grün erhältlich. Da die Folie transparent eingefärbt ist, scheint Licht farbig hindurch und das Bruchmuster der Mittelscheibe bleibt vollständig sichtbar – anders als bei der opaken Ausführung, bei der kein Licht durchdringt.
Nein – jede Crashglas-Scheibe entsteht durch das individuelle, nicht reproduzierbare Bruchverhalten der zerbrochenen ESG-Mittelscheibe. Zwei Bestellungen können sich im Bruchbild leicht unterscheiden, bleiben aber in Farbe, Dichte des Sprungnetzes und Gesamtwirkung konsistent, da derselbe kontrollierte Herstellungsprozess verwendet wird.
Die satinierte Oberfläche streut einfallendes Licht diffus und reduziert die Durchsicht zusätzlich zum ohnehin blickmindernden Bruchmuster der Mittelscheibe. Das Ergebnis ist eine deutlich blickdichtere, weichere Optik als bei den durchsichtigen Crashglas-Varianten, bei der die Farbe der Zwischenfolie weiterhin sichtbar bleibt.
Beide Varianten verwenden dieselben farbigen Zwischenfolien – der Unterschied liegt in den Deckscheiben: Farbig Durchsichtig nutzt klares Floatglas, Farbig Satiniert nutzt mattierte (satinierte) Deckscheiben. Die satinierte Version ist dadurch blickdichter und wirkt in der Farbe etwas gedämpfter, während die durchsichtige Version das Bruchmuster schärfer und die Farbe kräftiger zeigt.
Blickdicht bedeutet, dass die opake Farbfolie zwischen den Glasscheiben vollständig lichtundurchlässig ist – man kann in keine Richtung hindurchsehen. Im Gegensatz zur transparenten Farbfolienvariante scheint kein Licht durch das Glas, das Bruchmuster der Mittelscheibe bleibt aber als feine Oberflächenstruktur und leichtes Relief sichtbar.
Nein. Crashglas ist ein bereits fertig laminiertes und randbearbeitetes Verbundglas – nachträgliches Zuschneiden, Bohren oder Schleifen ist nicht möglich, da dabei die Folienverbindung und das Bruchbild beschädigt würden. Alle Maße, Ausschnitte und Bohrungen müssen vor der Bestellung exakt festgelegt werden.
Acrylglas (PMMA) ist ein Kunststoff und kein mineralisches Glas – es ist mit 1,19 g/cm³ etwa halb so schwer wie Fensterglas und lässt mit bis zu 92 % mehr Licht hindurch als normales Floatglas (ca. 80–90 %). Zudem ist es deutlich bruchfester: Bei Belastung entstehen stumpfe Bruchstücke statt scharfer Splitter. Anders als vorgespanntes Sicherheitsglas kann Acrylglas zudem nachträglich gesägt, gebohrt und gefräst werden.
Ja – im Gegensatz zu ESG oder VSG kann Acrylglas problemlos mit gängigem Werkzeug (Stichsäge, Bohrer, Fräse) nachbearbeitet werden. Für ein sauberes Ergebnis empfehlen wir feine Sägeblätter mit vielen Zähnen und eine langsame Vorschubgeschwindigkeit, um Kantenausrisse zu vermeiden.
Bei satiniertem Acrylglas wird die matte Oberfläche durch mechanisches oder chemisches Bearbeiten der Kunststoffoberfläche erzeugt, bei Mineralglas durch Säureätzung oder Sandstrahlung. Optisch ähneln sich beide stark, Acrylglas ist jedoch deutlich leichter und bruchfester, während geätztes Glas kratzunempfindlicher ist.
Ja – die diffuse Lichtstreuung der satinierten Oberfläche eignet sich sehr gut für Lampenschirme und Leuchtenabdeckungen, da sie punktuelle Lichtquellen gleichmäßig verteilt und Blendung reduziert.
Die lackierte Seite wird bei der Montage grundsätzlich nach hinten zur Wand ausgerichtet – sichtbar bleibt die glatte, unlackierte Vorderseite. So ist die Farbschicht dauerhaft vor mechanischer Beanspruchung und Reinigungskontakt geschützt.
Ja, mit Einschränkungen: Lackiertes Acrylglas ist deutlich leichter und splitterfrei, aber weniger hitzebeständig und kratzunempfindlich als lackiertes ESG. Für Bereiche ohne direkte Hitzeeinwirkung (z. B. neben dem Kochfeld) ist es eine gute, leichte Alternative.
PLEXIGLAS® Milchglas (Opal) blockiert die direkte Durchsicht vollständig, lässt aber diffuses Licht durch – man sieht keine Konturen oder Formen dahinter, der Raum bleibt jedoch hell erleuchtet. Bei Hinterleuchtung entsteht eine gleichmäßig leuchtende Fläche ohne sichtbare Lichtpunkte.
Ja, das ist eine der Hauptanwendungen. Die gleichmäßige Lichtstreuung verteilt punktuelle LED-Lichtquellen zu einer homogenen Leuchtfläche, ohne dass einzelne LEDs als Punkte sichtbar werden.
Optisch ja, die strukturierte Oberfläche bietet Sichtschutz bei Lichtdurchlass. Für tragende oder sicherheitsrelevante Duschabtrennungen ist jedoch zertifiziertes ESG nach DIN EN 12150 vorgeschrieben – Acrylglas eignet sich hier eher für nicht tragende Zierelemente oder Möbelanwendungen.
Für den UV-Digitaldruck eignen sich hochauflösende JPG-, PNG- oder PDF-Dateien mit mindestens 300 dpi im Endformat. Vektorgrafiken (AI, EPS, SVG) liefern bei Logos und Grafiken die schärfsten Ergebnisse.
PLEXIGLAS® Schwarz ist durchgehend eingefärbtes Acrylglas – die Farbe durchdringt das gesamte Material, nicht nur die Oberfläche. Anders als bei lackiertem Acrylglas gibt es daher keine empfindliche Lackschicht, die abplatzen könnte.
Getönt Klar bietet eine dezente Farbtönung bei maximal erhaltener Klarheit und Durchsicht. Rauchglas Getönt hat einen intensiveren, warmen braunen Farbton und wirkt insgesamt dunkler – beide bleiben aber vollständig transparent.
Farbiges Acrylglas ist in kräftigen, gesättigten Farbtönen erhältlich, während getöntes Acrylglas eine dezente Farbnuance bei erhaltener Klarheit bietet. Farbiges Acrylglas wirkt dadurch deutlich intensiver und eignet sich besonders für auffällige Design-Elemente.
PLEXIGLAS® Farbig ist transparent eingefärbt – Licht scheint farbig hindurch. Farbig Gedeckt (Opak) ist vollständig blickdicht: Kein Licht dringt hindurch, die Farbe wirkt gleichmäßig deckend ohne jede Durchsicht.
Die Antireflex-Beschichtung reduziert störende Spiegelungen auf der Glasoberfläche erheblich – Bilder, Displays oder Ausstellungsobjekte dahinter wirken klarer und natürlicher, da weniger Umgebungslicht auf der Oberfläche reflektiert wird.
Rauchglas Getönt hat einen deutlich intensiveren, warmen braunen Farbton als die dezent getönte Klar-Variante und wirkt dadurch spürbar dunkler, bleibt aber vollständig transparent und durchsichtig.
Nein – auch mit kratzhemmender Beschichtung bleibt Acrylglas grundsätzlich empfindlicher gegenüber feinen Kratzern als mineralisches Glas. Die Beschichtung reduziert das Risiko im Alltag deutlich, ersetzt aber nicht die Härte von Glasoberflächen.
Ja – die fluoreszierenden Farbtöne sind UV-beständig ausgelegt und eignen sich damit auch für Außenanwendungen wie Beschilderung, ohne dass die Farbintensität schnell nachlässt.
P4A ist eine Klasse der DIN EN 356 für Durchwurfhemmung. Geprüft wird mit einer 4,11 kg schweren Stahlkugel, die aus 9 m Höhe auf die Scheibe fällt – die Kugel darf nicht durchschlagen. P4A gilt als Basisklasse, ab der Polizei und Versicherungen einen wirksamen Schutz gegen körperliche Gewalt attestieren.
Nein. P4A ist eine Klasse der EN 356 für Durchwurf- bzw. Stoßhemmung, nicht für Beschusshemmung. Schutz gegen Schusswaffen wird ausschließlich durch die BR-Klassen der EN 1063 definiert und geprüft – dafür ist deutlich mehr Glasstärke erforderlich.
Die VdS-Widerstandsklassen EH1 bis EH3 werden von der VdS Schadenverhütung GmbH, einer Tochtergesellschaft der deutschen Versicherungswirtschaft, nach eigenen, strengeren Kriterien als die europäische Norm EN 356 geprüft. VdS-zertifiziertes Sicherheitsglas wird von Versicherungen häufig bevorzugt und kann zu günstigeren Versicherungskonditionen führen.
BR2 nach DIN EN 1063 wird gegen 9-mm-Parabellum-Munition aus Faustfeuerwaffen geprüft – drei Schüsse auf ein 500 × 500 mm großes Prüfpanel dürfen die Scheibe nicht durchschlagen. Der Zusatz „S“ bedeutet, dass beim Test Splitter auf der Rückseite austreten dürfen.
„S“ steht dafür, dass beim Beschusstest Splitter auf der rückwärtigen, dem Schützen abgewandten Seite austreten dürfen. „NS“ (splitterfrei) verlangt eine zusätzliche Schutzlage, die den Splitteraustritt vollständig verhindert.
Optiwhite (Weißglas) hat einen deutlich reduzierten Eisenoxidanteil gegenüber Standard-Floatglas. Bei mehrlagigem Panzerglas mit vielen Scheiben würde der typische Grünstich von Floatglas sich sonst deutlich aufaddieren – Optiwhite bleibt auch bei hoher Gesamtdicke farbneutral und heller.
VdS-zertifiziertes Panzerglas wird typischerweise für Bankschalter, Juweliere und Werttransport-Schleusen eingesetzt, bei denen Versicherer einen nach VdS-Kriterien geprüften Schutz voraussetzen oder honorieren.
8 mm ist die Standarddicke für Nischen, wandgestützte Elemente bis 120 cm Breite und Eckkonfigurationen. 10 mm empfiehlt sich für freistehende Scheiben ab 100 cm Breite und Großformate über 200 × 120 cm. Beide Dicken sind als ESG nach DIN EN 12150 sicherheitstechnisch gleichwertig.
Nicht bei korrekter Planung: Glasbreite mindestens 90–100 cm, Regendusche weit von der offenen Seite, Bodenneigung zum Ablauf hin (1,5–2 %). Eine L-förmige Konfiguration mit Seitenelement verhindert seitliches Spritzen zusätzlich.
Ja – die Walk-in ist die barrierefreiste Duschform: keine Schwelle, einfacher Einstieg mit Rollator oder Rollstuhl, Nutzung mit Duschhocker möglich. DIN 18040-1 konform. Empfohlen: rutschfester Boden (Bewertungsgruppe C), Haltegriffe an der Wand.
Mit Edelstahl-Standfüßen, die im Boden verdübelt werden (Mindesttiefe 60 mm in Beton/Estrich). Höhenausgleich ±15 mm per Justierschraube. Für Scheiben über 100 cm Breite zusätzlich Stabilisierungsstange zur Decke oder Wand empfohlen.
Eine Nischendusche schließt eine dreiseitig begrenzte Wandnische mit einem Glaselement ab – mit oder ohne Tür. Eine Walk-in Dusche ist offen: kein Türblatt, kein seitlicher Abschluss. Die Nischendusche hält Spritzwasser zuverlässiger zurück und eignet sich besser für kleine Bäder. Die Walk-in-Variante ist wartungsärmer – keine Scharniere, Dichtungen oder Türprofile, die gereinigt oder getauscht werden müssen.
Bei weniger als 4 m² Badezimmerfläche: Schiebetür – sie braucht keine freie Aufschlagfläche vor der Tür. Bei ausreichend Platz: Drehtür (Pivot) – robuster, dichtet besser ab, deutlich weniger Verschleißteile. Die Drehtür benötigt mindestens Türbreite + 10 cm freie Fläche zum Aufschlagen. Langfristig ist die Drehtür die wartungsärmere und langlebigere Lösung.
Beides – je nach Bauteil. Festelemente (Glas zu Wand und Boden) werden mit lösungsmittelfreiem Glas-Silikon (neutral härtend) verfugt – kein Standard-Bausilikon, das greift Beschichtungen an. Türen werden mit werkseitigen Gummi- oder Magnetdichtungen abgedichtet; die Bodendichtung verhindert Wasseraustritt unten. Silikon-Fugen alle 5–8 Jahre auf Risse prüfen und bei Bedarf erneuern.
Gängige Standardmaße: 80 × 80 cm, 90 × 90 cm, 100 × 100 cm (quadratisch) oder 80 × 100 cm, 90 × 120 cm (rechteckig). Für kompakte Bäder gibt es Varianten ab 70 × 70 cm. Maßanfertigungen sind für jede individuelle Abmessung lieferbar. Wichtig: Die Ecke muss rechtwinklig und die Wände lotrecht sein – Abweichungen über 5 mm erfordern Ausgleichsprofile.
Beim Eckeinstieg sitzt die Tür diagonal in der Ecke der Dusche. Beide Glasscheiben sind gleich groß und symmetrisch, die Tür öffnet sich nach außen in der Mitte. Typisch bei Viertelkreis- oder Fünfeck-Grundrissen. Vorteil: maximale Nutzung der Eckfläche. Nachteil: Die Tür schwingt in den Raum – mindestens 60 cm freie Fläche vor der Kabine sind nötig.
Ja – die modernste und barrierefreiste Variante. Voraussetzung ist ein bodengleicher Ablauf (Punkt- oder Rinnenablauf) mit mindestens 1,5 % Bodenneigung. Das Glas wird in U-Profilen oder Bodenklammern direkt auf dem gefliesten Boden gesetzt – keine Schwelle, kein Stolperrisiko, DIN 18040-1 konform. Beim nachträglichen Einbau ohne Wanne ist ein Estrichumbau nötig.
VSG ist für Glasgeländer in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben – geregelt in DIN 18008-4 und TRAV. Der Grund ist die Resttragfähigkeit: Wenn eine VSG-Scheibe bricht, halten PVB- oder SGP-Folie alle Splitter zusammen. Das Geländer bleibt auch nach dem Bruch kurzzeitig tragfähig und verhindert den Absturz. ESG allein verliert beim Bruch sofort jede Tragfähigkeit – es ist für Geländer nicht zulässig.
Nach Musterbauordnung (MBO): mindestens 0,90 m bei Absturzhöhen bis 12 m, mindestens 1,10 m ab 12 m Absturzhöhe. In der Praxis werden für Wohngebäude 1,0 m und für öffentliche oder gewerbliche Bereiche 1,10 m ausgeführt. Gemessen wird von Oberkante Belag bis Oberkante Handlauf. Einzelne Landesbauordnungen können abweichen.
Ja – VSG aus ESG ist für den Dauerausseneinsatz geeignet. Voraussetzung: V2A- oder V4A-Edelstahlbeschläge (V4A für Meeresnähe), Klemmschienen mit Wasserablauf-Konstruktion und durchgehende Dichtung. SGP-Folie ist feuchtigkeitsbeständiger als PVB und besser für dauerhaft nassen Außenbereich geeignet. Bei fachgerechter Montage und regelmäßiger Pflege: 20–30 Jahre Standzeit.
In den meisten Bundesländern sind Vordächer bis ca. 3 m² Fläche genehmigungsfrei (Verfahrensfreiheit nach Landesbauordnung). Ab größeren Abmessungen – oder wenn das Vordach einem festen Anbau ähnelt – ist ein Bauantrag nötig. Vorab beim Bauamt anfragen oder einen Vorbescheid beantragen – das klärt die Frage kostengünstig und verbindlich.
Bei Überkopfverglasungen ist VSG nach DIN 18008-2 und TRAV gesetzlich vorgeschrieben. Wenn ESG bricht, fallen tausende stumpfe Krümel aus mehreren Metern Höhe auf Personen darunter – das ist lebensgefährlich. VSG hält bei Bruch zusammen: PVB- oder SGP-Folie bindet alle Splitter, die Scheibe bleibt als Einheit hängen.
Die Schneelast hängt von Standort und Dachneigung ab. Deutschland ist in Lastzonen eingeteilt: Zone 1 = 0,65 kN/m², Zone 2 = 0,85 kN/m², Zone 3 = 1,10 kN/m² (Mittelgebirge). Ein statischer Nachweis durch einen Ingenieur ist Pflicht – er prüft Glasdicke, Aufbau und Wandbefestigung für den konkreten Standort.
Begehbares Glas ist ein Verbundsicherheitsglas (VSG) aus zwei, drei oder sogar vier Einzelscheiben aus TVG oder ESG-H, die mit mehreren hochreißfesten PVB-Folien fest verklebt sind. Die Folien halten im Bruchfall alle Splitter zusammen, sodass die Fläche eine Resttragfähigkeit behält und weiterhin begehbar bleibt, bis sie fachgerecht ausgetauscht wird.
Begehbares Glas wiegt in der Standardausführung etwa 65 kg/m². Für den Standardaufbau bis 2000 × 1400 mm ist eine Mindestauflagetiefe von 35 mm auf allen vier Seiten erforderlich – die Angaben gehen dabei von einer allseitig aufliegenden Lagerung aus.
In der Standardausführung ist die Oberfläche glatt und ohne zusätzliche Rutschhemmung. Für rutschhemmende Anforderungen lässt sich die Oberfläche zusätzlich sandstrahlen, säureätzen oder mit einer rutschhemmenden Siebdrucklackierung versehen – Letztere ist allerdings nicht witterungsbeständig und daher nur für den Innenbereich oder überdachte Flächen geeignet.
Die farbige PVB-Folie ist transparent oder blickdicht (opak) in mehreren Farbtönen erhältlich. Da die transparente Folie durchsichtig eingefärbt ist, scheint Licht farbig hindurch und lässt sich zusätzlich von unten oder der Seite hinterleuchten.
Die körpergetönten Einzelscheiben sind in der Herstellung aufwendiger als klares Floatglas und werden zusätzlich in der für VSG erforderlichen mehrlagigen Konstruktion verarbeitet. Das erklärt den spürbaren Preisunterschied gegenüber der klaren Ausführung.
Ja – im Konfigurator laden Sie Ihr eigenes Foto, Logo oder eine Grafik hoch. Das Motiv wird per Siebdruck oder Digitaldruck auf eine der Innenscheiben aufgebracht und anschließend dauerhaft in die mehrlagige VSG-Konstruktion einlaminiert, sodass es vollständig geschützt und witterungsunabhängig sichtbar bleibt.
Blickdicht bedeutet, dass die opake PVB-Folie zwischen den Glasscheiben vollständig lichtundurchlässig ist – von unten, oben oder der Seite ist keine Durchsicht möglich. Anders als bei den transparenten Farbfolien-Varianten dringt kein Licht durch die Fläche.
Für Wandbereiche ohne direkte Hitzeeinwirkung reicht Floatglas vollständig aus – günstiger und in allen Oberflächen erhältlich. Hinter Kochfeldern ist ESG empfohlen: Temperaturwechselbeständigkeit ≥ 200 K gegenüber ca. 40 K bei Floatglas – ESG übersteht schnelle Temperaturwechsel ohne Springen deutlich besser. Bei Bruch entstehen stumpfe Krümel, kein scharfer Splitterregen.
Silikonverklebung: lösungsmittelfreies, lebensmittelechtes Spezial-Silikon auf der Wand, Glas aufdrücken und 24 h abstützen – flächig, fugenlos, für ebene Wände ideal. U-Profile (Aluminium, oben und unten): Glas wird eingeschoben und ist später wieder entnehmbar. Punkthalter aus Edelstahl: schafft Abstand zur Wand, ermöglicht LED-Hinterleuchtung.
Keine Fugen: Fliesen haben Fugen, die sich mit Fett und Schimmel füllen und aufwändig zu reinigen sind. Glasrückwände sind fugenlos oder haben nur wenige Silikonlinien. Hygiene: geschlossene, nicht poröse Oberfläche – kein Bakterienwachstum. Optik: modern, nahtlos, LED-Hinterleuchtung möglich. Maßgenauigkeit: ein Glaselement ersetzt 50–100 Fliesen ohne Schnittproblem.
Glasklemmhalter gibt es passend für 8, 10, 12 und 17,52 mm Glasdicke – die Klemmbreite muss zur exakten Glasdicke passen. Punkthalter sind für 6–19 mm ESG und 17,52–21,52 mm VSG erhältlich, der Bohrungsdurchmesser variiert zwischen 22 und 26 mm. U-Profile decken 6–16 mm ab und werden nach Glasdicke des Profils ausgewählt.
Ja – zwingend. ESG kann nach dem Vorspannprozess nicht mehr gebohrt oder bearbeitet werden. Alle Bohrungen müssen vor dem Härten werkseitig eingebracht werden. Ort, Durchmesser (22–26 mm) und Randabstand müssen beim Bestellvorgang exakt angegeben werden. Nachträgliches Bohren zerstört das Glas durch den sprunghaften Spannungsabbau.
A4 (1.4571) ist für alle wetterexponierten Anwendungen die richtige Wahl – seewasserbeständig, chloridbeständig, für Küstennähe geeignet. A2 (1.4301) reicht für trockene Innenbereiche und überdachte Außenbereiche ohne Salzluftbelastung. Für Balkongeländer, Außenduschen und Fassaden immer A4 verwenden.
Nicht automatisch – für absturzsichernde Verglasungen gelten DIN 18008-4 und TRAV. Ein normkonformes System erfordert ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (AbP). Das cp-1400 Bodenprofil trägt das AbP BAY40-002-19-01 und ist für VSG 17,52 mm und 21,52 mm nach DIN 18008-4 Kat.-B zugelassen. Einzelne Glasklemmhalter ohne AbP sind nur für nicht-absturzsichernde Anwendungen zulässig.
Fachbodenträger haben eine feste Aufnahmebreite, die exakt zur Glasdicke passen muss. 8 mm ist die häufigste Glasdicke für Regalböden und kompatibel mit den meisten Standard-Trägern im 32-mm-Bohrraster. Für 4 mm und 6 mm Glas gibt es schmalere Träger, ab 10 mm und 12 mm sind schwerere Ausführungen nötig. Immer 4 Träger pro Regalboden verwenden.
Ein Glas-Glas-Scharnier verbindet zwei Glasscheiben direkt – typisch bei Vitrinenklappen, die an einer Glasseite hängen. Ein Glas-Holz-Scharnier hat eine Seite für Glasmontage und eine Seite für Holz- oder Korpusmontage. Für Schranktüren aus Glas in einem Holzkorpus ist das Glas-Holz-Scharnier die richtige Wahl. Beide Varianten sind mit Soft-Close-Funktion erhältlich.
Ja – mit einem Magnetschloss: Es klebt von hinten auf die Glasscheibe und wird durch einen Magnet-Schlüssel von vorne betätigt. Tragfähigkeit ca. 8–15 kg Türgewicht. Für schwerere Vitrinentüren ist das Zylinderschloss mit Glasbohrung (Ø 19 oder 22 mm) die zuverlässigere Lösung. Magnetschlösser sind ideal für leichte Vitrinentüren aus 4–6 mm Floatglas.
Ein Glas-Wand-Scharnier hat eine Seite für die Wandmontage (Bohrlöcher in Fliese/Wand) und eine Seite für die Glasklemmung – typisch bei Drehtüren, die an einer gemauerten Wand hängen. Ein Glas-Glas-Scharnier verbindet zwei Glasscheiben direkt, ohne Wandkontakt – eingesetzt wenn die Tür an einem festen Glaspaneel hängt. Glas-Glas-Scharniere ermöglichen vollständig rahmenlose Duschen ohne sichtbare Wandprofile.
Das Magnetprofil besteht aus zwei Teilen: einem Profil mit eingebettetem Dauermagnet an einer Seite und einem Gegenstück aus ferromagnetischem Material an der anderen Seite. Beim Schließen der Tür rasten beide Seiten magnetisch ein – unsichtbare, kraftvolle Abdichtung ohne mechanischen Anschlag. Magnetprofile lassen sich auf Länge kürzen, sind ohne Werkzeug montierbar und für 6–10 mm Glasdicke erhältlich.
TPE- und EPDM-Dichtungen halten bei normalem Gebrauch 5–10 Jahre, PVC-Profile 3–7 Jahre (versprödet durch Reinigungsmittel). Tauschsignal: sichtbare Risse, Verfärbung, Schimmelbefall im Profilkern oder Wasserdurchtritt am Boden trotz intakter Montage. Tausch ist werkzeugfrei: altes Profil abziehen, neues Profil (gleiche Glasdickenklasse) aufklemmen oder aufschieben.
Für alle absturzsichernden Verglasungen (Geländer, Brüstungen, Französische Balkone) ist VSG Pflicht – Verbundsicherheitsglas nach DIN EN ISO 12543. VSG splittert bei Bruch nicht, die Folie hält die Scheiben zusammen. Mindestdicke für Geländer: VSG 17,52 mm (2 × 8 mm + 0,76 mm PVB-Folie). Für Glasvordächer ist VSG ebenfalls Pflicht (Überkopfverglasung): ESG allein ist nicht zulässig.
Ein Französischer Balkon (Juliet-Balkon) ist eine Absturzsicherung vor einem bodentiefen Fenster ohne begehbare Fläche – nur Glasscheibe und Halterung, kein Boden. Weil kein Baukörper neu errichtet wird, ist er in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei, wenn die Fassade optisch unverändert bleibt und die Absturzsicherung normkonform ausgeführt wird (DIN 18008-4, Kat.-A, min. 900 mm Höhe).
DIN 18040-1 (barrierefreies Bauen) fordert für öffentliche Bereiche einen Griffdurchmesser von 30–45 mm – Ø 42,4 mm ist der gängigste DIN-konforme Rohrquerschnitt. Für rein private Wohngebäude gibt es keine zwingend vorgeschriebene Maßangabe, aber 42,4 mm hat sich als Norm etabliert. Wandabstand mindestens 45 mm (Greifraum nach DIN 18040).
Adresse
Oberkersch Glas GmbH
Zeißstraße 2
37327 Leinefelde-Worbis
Standort
© 2026 Oberkersch Glas GmbH · Alle Rechte vorbehalten
